Wenn der Strom ausfällt, willst du vor allem wissen: Was ist los, und wie lange dauert es? Ohne Strom läuft der Router nicht, und laut BBK können auch Internet und Mobilfunk gestört sein. Ein Radio, das ohne Steckdose läuft, empfängt die Sender über seine Antenne, ganz ohne Internet und Handynetz. Deshalb gehört es für die Fachstellen in Deutschland und Österreich zur Grundausstattung.
Was die Fachstellen empfehlen
- BBK (Deutschland): ein Radio mit Batterie oder Solar (mit Ersatzbatterien) oder ein Kurbelradio. So kannst du bei einem länger andauernden Stromausfall die Mitteilungen der Behörden verfolgen.
- Österreichischer Zivilschutzverband: ein stromunabhängiges Radio, alternativ das Autoradio. Fällt der Strom aus, das Radio einschalten und auf Meldungen warten.
Gut zu wissen: In Deutschland gehen Warnungen über mehrere Wege gleichzeitig hinaus, unter anderem über Radio und Fernsehen, Sirenen, Warn-Apps wie NINA und Cell Broadcast direkt aufs Handy (BBK). In Österreich kommen Warnungen über AT-Alert aufs Handy, ohne App und ohne Anmeldung (Bundesministerium für Inneres). Das Radio ist der Weg, der auch dann funktioniert, wenn Handy und Internet ausfallen.
Darauf kommt es bei einem Kurbelradio an
- Mehr als eine Lademöglichkeit: Kurbel, Solarzelle und Ladebuchse. Gibt es keine Steckdose, kurbelst du. Scheint die Sonne, lädt die Solarzelle nach, wenn auch langsam.
- UKW-Empfang: Damit hörst du die regionalen Sender, über die auch Meldungen der Behörden laufen können.
- Eingebaute Lampe: Licht und Radio in einem Gerät heißt: eine Sache weniger, die du im Dunkeln suchen musst.
- USB-Ausgang: als kleine Reserve fürs Handy. Wie viel Akku dein Handy bekommt, hängt vom Handy und vom Ladestand des Radios ab. Für mehr Ladungen ist eine Powerbank besser.
- Einfache Bedienung: klare Tasten, ein Regler für die Lautstärke, wenig Menüs. Du willst das Gerät auch im Dunkeln und mit kalten Fingern bedienen können.
- Ehrliche Angaben: Angaben wie „eine Minute kurbeln für so und so viele Minuten Radio“ sind Richtwerte. Sie hängen stark vom Kurbeltempo, von der Lautstärke und vom Ladestand ab.
Wetterband (WB): Viele Kurbelradios haben eine Taste für das Wetterband. Es ist für Wetterfunk in Nordamerika gedacht und hat in Deutschland und Österreich keine Funktion. Das ist kein Mangel, nur eben kein Vorteil.
So ist dein Radio bereit, wenn du es brauchst
- Einmal ausprobieren: Radio einschalten, Sender suchen, Lampe testen, eine Minute kurbeln, Handy anschließen. Am besten jetzt, solange alles normal ist.
- Sender notieren: Such deinen regionalen Sender und schreib die Frequenz auf einen Zettel, den du ans Radio klebst.
- Fester Platz: dort, wo du im Dunkeln hingreifst, zum Beispiel im Flurschrank oder in der Küche. Alle im Haushalt sollten den Platz kennen.
- Regelmäßig laden: so oft, wie es in der Anleitung steht. Ein fester Termin hilft, zum Beispiel die Zeitumstellung im Frühjahr und im Herbst.
Wenn der Strom ausfällt
- Radio einschalten und auf Meldungen warten. Antenne ganz ausziehen, das Radio möglichst nah ans Fenster stellen.
- Das Radio nicht dauernd laufen lassen, sondern gezielt einschalten, zum Beispiel zu den Nachrichten. So hält der Akku länger.
- Den Handy-Akku schonen und nur wichtige Anrufe führen. Familie und Freunde informierst du am besten per SMS (Zivilschutzverband).
Kurbelradios bei Ration24
Unsere Kurbelradios laden per Kurbel, Sonne oder Kabel und haben eine eingebaute Lampe. Du findest sie unter Radio. Radio und Licht zusammen gibt es fertig gepackt unter Sets. Bedienhilfen stehen unter Anleitungen.
Quellen
- Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK): Vorsorge und Handeln bei Stromausfall
- BBK: Ratgeber und Checklisten
- BBK: Cell Broadcast und Warn-App NINA
- Österreichischer Zivilschutzverband: Ratgeber Blackout – Was tun, wenn der Strom ausgeht? (PDF)
- Bundesministerium für Inneres, Österreich: AT-Alert
Stand der Quellen: Oktober 2026. Ration24 ist ein Händler und mit den genannten Stellen nicht verbunden.